De Innenwände des Erdgeschosses sind nun fertig gemauert. Es wurden zwei Betonsäulen gegossen, welche die beiden Unterzüge (Stahlträger in Decke) aufnehmen sollen.
Außerdem wurde das Gerüst mittlerweile gestellt.



Bautagebuch von Carolin und Sebastian
Heute fand der Ortstermin auf unserer Baustelle statt, bei welchem das Mauerwerk gesichtet werden soll.
Vor Ort waren:
– Bauleiter
– Chef der Baufirma
– Energieberater/Vertreter des Ziegelherstellers
– Bausachverständiger/Baubegleitung
– wir
Das Mauerwerk wurde inspiziert und Meinungen ausgetauscht. Der verwendete Ziegel ist nicht sonderlich genau und macht Probleme. Unabhängig davon, ist die Ausführung des Mauerwerks aber definitiv nicht nach Norm. Dies haben Bauleiter und Chef bestätigt.
Ein Rückbau ist allerdings nicht nötig und wäre unverhältnismäßig.
Statisch sieht keiner der beteiligten Gesprächspartner ein Problem. Insbesondere nicht durch die Dicke des Steines (42,5cm).
Um späterer Rissbildung entgegenzuwirken, soll innen wie außen ein Gewebe in den Putz eingespachtelt werden. Dieses Gewebe soll die entstehenden Risse im Mauerwerk abfangen.
Im Anschluss habe ich mich mit dem Bauleiter ausgesprochen. Er wird künftig genauer auf die Arbeit des Maurertrupps schauen.
Insgesamt war es ein guter Termin und es kann weitergehen.
Wir haben das Mauerwerk bemängelt (besonders Nordost-Wand, aber auch die anderen). Daraufhin hat uns der Bauleiter mitgeteilt dass die Baustelle jetzt erstmal ruhen wird.

Unsere Bitte nach einem Ortstermin heute konnte nicht erfüllt werden. Stattdessen sollen wir uns zu Beginn der nächsten Woche auf der Baustelle treffen und darüber sprechen.
Der Bauleiter teilte uns mit, dass er sich noch in die Norm einlesen müsse. Entsprechend geschockt sind wir gerade. Unserer Meinung nach sollte ein Bauleiter die Normen halbwegs drauf haben.
Wir als Laien konnten aus der DIN EN 1996 herauslesen dass Stoßfugen „bis zu 50mm vereinzelt zu tolerieren“ sind. Ab 5mm sind Stoßfugen zu vermörteln und bei größeren Stoßfugen ist ein Stückchen Ziegel einzufügen.

Bezüglich Überbindemaß (Versatz der Steine zwischen den Reihen) besagt die Norm, dass diese mindestens 40% der Steinhöhe betragen soll.
Der Hersteller unserer Ziegel gibt das Überbindemaß in seinen Verarbeitungshinweisen mit 95mm an.

An unseren Wänden finden sich reichlich Stellen mit 45mm bis zu 75mm. Ganz klar nicht innerhalb der Vorgabe der Norm.


Da wir mit der Antwort des Bauleiters nicht zufrieden waren, habe ich den Chef der Baufirma um Rückruf gebeten. Diese erfolgte im Laufe des Vormittags. Er zeigte sich verständnisvoll aber er müsse auch sein Team in Schutz nehmen.
Die Ziegel seien nunmal sehr unterschiedlich und im Bereich der Pfeiler ginge es nicht anders.
Der Ortstermin mit Bauleiter und Energieberater solle zeigen was Sache ist und notfalls muss nachgebessert oder sogar rückgebaut werden.
Wir werden zu diesem Termin unseren Baubegleiter hinzuziehen. Das wird ein spannender Termin. Leider müssen wir noch das ganze Wochenende überstehen und uns Gedanken machen.
Unser Vertrauen in den Bauleiter ist mittlerweile leider komplett dahin! Sorgloses Bauen durch Schlüsselfertigbau hatten wir uns jedenfalls anders vorgestellt.
Wir sind heute nochmal alle uns bekannten Rohbauten der Baufirma abgefahren und haben diese genau inspiziert weil wir dachten, wir wären vielleicht zu kritisch oder hätten uns getäuscht – alle Häuser sehen deutlich besser aus was das Mauerwerk betrifft.







Die erste Reihe Ziegelsteine wurde heute gemauert. Die Außentreppe und die Kellertreppe wurde heute ebenfalls betoniert. Die Terrasse wurde fürs Betonieren vorbereitet. Es geht voran.



Die Leitungen für die Entwässerung wurden eingebaut.

Wir waren etwas irritiert, da die Leitungen nicht nach den Plänen verlegt wurden (durch die Einfahrt). Stattdessen wurde der „lange Weg“ um das Haus herum gewählt.
Nach einer Rückfrage bei der Baufirma, wurde uns erklärt dass es aufgrund des Gefälles nicht möglich wäre den geplanten Leitungsverlauf zu wählen. Denn dann würde man nicht mehr den Einlauf der Zisterne treffen bzw. deren Überlauf wäre zu niedrig für den hohen Kanal-Anschluss unseres Grundstücks.
Auf die Nachfrage warum die Leitung so weit vom Haus weg verläuft erhielten wir die Antwort: Es ist besser nicht in den verdichteten Arbeitsraum zu gehen, da dort eine hohe Gefahr für Setzungen besteht. Eine Setzung könnte den Verlauf des KG-Rohres beeinträchtigen oder es gar beschädigen.
Die Leitung kann überpflanzt werden, mit einem Pool „überbaut“ werden oder bei Bedarf auch verlegt werden.
Nach diesen Auskünften waren wir beruhigt und haben beschlossen uns hier auf die Erfahrung der Baufirma zu verlassen.
Heute war der Elektriker auf unserer Baustelle. Gestern Abend hatte ich noch alles vorbereitet und in jedem Raum einen Plan aufgehängt, wo welcher Auslass gebohrt werden soll und wie die Elektroausstattung der Kellerräume geplant ist. Sicher ist sicher!
Reichlich Leerrohre sind das 🙂







Die erste Bahn „Noppenfolie“ wurde angebracht. Dies ist eine „wasserführende“ Ebene, welche das Wasser von der Kellerdämmung und – Wand ableiten soll. Jedenfalls wenn ich es richtig verstanden habe.
An der Hausecke im Nord-Osten (bei der Haustür) gefällt mir die Lage der Plane nicht. Auch dass man immernoch das blaue Gitter sieht. Nach Rücksprache mit unserem Bauleiter wird beides morgen ausgebessert/nachgearbeitet.
Für meinen Geschmack liegt auch noch zuviel Müll im Graben. Ein paar Sachen habe ich selbst rausgeworfen. Den Rest soll die Baufirma vor dem Verfüllen noch beseitigen.





Heute hatten wir den zweiten Termin mit unserem Baubegleiter
Beim erstem Termin hat der Baubegleiter dem Bauleiter und dem Polier empfohlen die erste Steinreihe mit sogenannten „Kimmsteinen“ auszuführen. Diese sind schmaler als die eigentliche Wanddicke. Die zeite Reihe wird dann „nach außen versetzt“ aufgemauert. Vorteil wäre eine einfache Abdichtung, indem die Dichtungsebene des Kellers auf die erste Reihe Steine „hochgezogen“ werden kann. Besonders im Bereich bodentiefer Fenster ergeben sich daraus Vorteile.
Leider hat unser Bauunternehmen sich entschieden, dies nicht – wie empfohlen – umzusetzen, sondern es so auszuführen, wie sie es gewohnt sind. Sie haben wohl schlechte Erfahrungen mit schmäleren Kimmsteinen gemacht.
Entsprechend war unsere Stimmung etwas getrübt, da wir uns darauf verlassen hatten dass die Baufirma den Rat des Baubegleiters befolgt. Aber gut, wir haben da keinen Einfluss drauf.
Zitat des Baubegleiters: „Wenn das am Ende dicht ist und keine Probleme auftreten, dann passt das. Sie haben ein Haus bestellt, nicht die genaue Ausführung von Details.“ Also müssen wir das wohl so hinnehmen und hoffen dass alles dicht ist – wovon wir erstmal ausgehen.
Stattdessen wird ein besonderes, flexibles und wasserfestes Dichtungsband eingesetzt um den Übergang zwischen Kellerwand und erster Steinreihe abzudichten.
Andere Punkte:
Nächster Termin:
Den nächten Termin mit unserem Baubegleiter haben wir erst wieder, wenn der Rohbau steht und das Dach drauf ist (ggf. sogar schon mit eingebauten Fenstern?).
Erwartungen:
Unser Baubegleiter hat unseren Bauleiter hingewiesen, dass er auf dichte Mauern achtet – also die Stoßfugen abgedichtet sein sollen. Weiterhin hat er betont, dass für die Elektroinstallation luftdichte Dosen verwendet werden sollen.
Zitat unseres Bauleiters: „Klar, wir wollen ja den Blower-Door-Test bestehen.“
Was sonst noch war:
Die Filigrandecke liegt mittlerweite komplett drauf. Der Keller ist also jetzt als geschlossener Raum wahrnehmbar. Nochmal ein ganz anderes Gefühl!
Die fehlerhaft positionierten Bohrlöcher haben sich ebenfalls aufgeklärt. Der Bauleiter hat die falschen Maße an die Deckenfirma übermittelt. Das ist aber kein Problem, denn es wurden neue Löcher gebort und die falschen werden beim Gießen der Kellerdecke wieder verschlossen.
Fazit:
Insgesamt also ein zufriedenstellender Termin, nachdem wir erstmal die Tatsache mit den Kimmsteinen verdaut hatten.
Urteil unseres Baubegleiters: „Man sieht, dass die Baufirma Erfahrung hat und weiß was sie macht.“









