Heute fand der Ortstermin auf unserer Baustelle statt, bei welchem das Mauerwerk gesichtet werden soll.
Vor Ort waren: – Bauleiter – Chef der Baufirma – Energieberater/Vertreter des Ziegelherstellers – Bausachverständiger/Baubegleitung – wir
Das Mauerwerk wurde inspiziert und Meinungen ausgetauscht. Der verwendete Ziegel ist nicht sonderlich genau und macht Probleme. Unabhängig davon, ist die Ausführung des Mauerwerks aber definitiv nicht nach Norm. Dies haben Bauleiter und Chef bestätigt.
Ein Rückbau ist allerdings nicht nötig und wäre unverhältnismäßig.
Statisch sieht keiner der beteiligten Gesprächspartner ein Problem. Insbesondere nicht durch die Dicke des Steines (42,5cm).
Um späterer Rissbildung entgegenzuwirken, soll innen wie außen ein Gewebe in den Putz eingespachtelt werden. Dieses Gewebe soll die entstehenden Risse im Mauerwerk abfangen.
Im Anschluss habe ich mich mit dem Bauleiter ausgesprochen. Er wird künftig genauer auf die Arbeit des Maurertrupps schauen.
Insgesamt war es ein guter Termin und es kann weitergehen.
Wir haben das Mauerwerk bemängelt (besonders Nordost-Wand, aber auch die anderen). Daraufhin hat uns der Bauleiter mitgeteilt dass die Baustelle jetzt erstmal ruhen wird.
Unsere Bitte nach einem Ortstermin heute konnte nicht erfüllt werden. Stattdessen sollen wir uns zu Beginn der nächsten Woche auf der Baustelle treffen und darüber sprechen.
Der Bauleiter teilte uns mit, dass er sich noch in die Norm einlesen müsse. Entsprechend geschockt sind wir gerade. Unserer Meinung nach sollte ein Bauleiter die Normen halbwegs drauf haben.
Wir als Laien konnten aus der DIN EN 1996 herauslesen dass Stoßfugen „bis zu 50mm vereinzelt zu tolerieren“ sind. Ab 5mm sind Stoßfugen zu vermörteln und bei größeren Stoßfugen ist ein Stückchen Ziegel einzufügen.
Bezüglich Überbindemaß (Versatz der Steine zwischen den Reihen) besagt die Norm, dass diese mindestens 40% der Steinhöhe betragen soll.
Der Hersteller unserer Ziegel gibt das Überbindemaß in seinen Verarbeitungshinweisen mit 95mm an.
An unseren Wänden finden sich reichlich Stellen mit 45mm bis zu 75mm. Ganz klar nicht innerhalb der Vorgabe der Norm.
Da wir mit der Antwort des Bauleiters nicht zufrieden waren, habe ich den Chef der Baufirma um Rückruf gebeten. Diese erfolgte im Laufe des Vormittags. Er zeigte sich verständnisvoll aber er müsse auch sein Team in Schutz nehmen.
Die Ziegel seien nunmal sehr unterschiedlich und im Bereich der Pfeiler ginge es nicht anders.
Der Ortstermin mit Bauleiter und Energieberater solle zeigen was Sache ist und notfalls muss nachgebessert oder sogar rückgebaut werden.
Wir werden zu diesem Termin unseren Baubegleiter hinzuziehen. Das wird ein spannender Termin. Leider müssen wir noch das ganze Wochenende überstehen und uns Gedanken machen.
Unser Vertrauen in den Bauleiter ist mittlerweile leider komplett dahin! Sorgloses Bauen durch Schlüsselfertigbau hatten wir uns jedenfalls anders vorgestellt.
Wir sind heute nochmal alle uns bekannten Rohbauten der Baufirma abgefahren und haben diese genau inspiziert weil wir dachten, wir wären vielleicht zu kritisch oder hätten uns getäuscht – alle Häuser sehen deutlich besser aus was das Mauerwerk betrifft.
Eckausbildung mit halbem Anfänger – inklusive StoßfugeEckausbildungEck-AnsichtÜberbindemaßeEcke Eingangsbereich Wand von innenStoßfugen und Überbindemaß
Heute Stand der erste Termin mit unserem Bausachverständigen an.
Kurz vor Baubeginn hatten wir uns entschieden, einen Bausachverständigen zwecks Baubegleitung zu engagieren.
Nicht aus Misstrauen gegen unsere Baufirma, sondern eher als unabhängige und un-voreingenommene Kontrollinstanz. So haben wir das auch mit unserem Bauleiter besprochen. Schließlich geht es hier um unser Lebens-Projekt [abgesehen von unserem Sohn natürlich]. Da wollten wir einfach gaaanz sichergehen, dass alles korrekt ausgeführt und nach den aktuellen Regeln der Technik hergestellt wird.
Entsprechend aufgeregt waren wir beim ersten Termin mit unserem Baubegleiter. „Hoffentlich passt alles, damit der Beton morgen kommen kann.“
So lief der Termin ab:
Sichtkontrolle: Erdungsanschluss unter Bewährung -> Verbindungsklemmen sind zu ergänzen, eine Verrödelung reicht zwar aus – aber Verbinder sind besser
Bewährung ist nicht ganz ebenerdig (was nur schwer möglich ist) Dies ist nicht schlimm. Aber es muss eine 27er (?) Körnung für den Beton gewählt werden. Weiterhin soll sichergestellt werden, dass circa 3 cm Auffüllhöhe über der Bewährung eingehalten werden (Tradeoff zwischen Ausgleich und Festigkeit)
Bewährung liegt an einer Stelle auf Folie auf (bei Mehrzweckraum). Die Baufirma hebt die Bewährungsmatten nochmal an und legt Abstandshalter unter.
Abstandshalter für Bewährung ist nicht optiomal gewählt (U-Form statt O-Form). Ist aber unproblematisch.
Fazit: Alles Kleinigkeiten, welche keine großen Probleme darstellen. Unser Baubegleiter erläuterte uns das und informierte ebenfalls unseren Bauleiter sowie den Polier. Daraufhin wurde der Beton abgerufen.
Gepräch Baubegleitung, Bauleiter, Polier und Bauherren:
Kellerdämmung: Schnittkanten abdichten
Kellerdämmung: Vollflächig verkleben (je nach Boden-Situation – bei uns wahrscheinlich unnötig. Bodengutachten prüfen!)
Mauern: Erste Steinreihe im EG schmäler machen (30cm) und die Abdichtung vom KG „hochziehen“ über erste Steinreihe. Erst danach die 42er Ziegel einsetzen. Bringt Vorteile bei Abdichtung von Fenstern und Austritten.
Insgesamt war der Termin also erfreulich. Die Betonmischer können kommen!
Detailbild Bewährung BodenplatteDas innere unsere BodenpaltteBaustahlBaustahlEs wurden noch ein paar Unterlagen unter die Matten gelegt – jetzt passt der AbstandBauleiter und Bauherr sind gespannt auf den Bericht des Baubegleiters